Vor 50 Jahren wurde mit der Unterzeichnung der Leuenberger Konkordie die gleichnamige Kirchengemeinschaft gegründet. Die Diskussionen und Begegnungen am Sitz der GEKE in Wien befassen sich mit Geschichte, Profil und Zukunft der Kirchengemeinschaft.
Inhalte
Die Leuenberger Konkordie stellt einen einzigartigen reload in der Kirchengeschichte dar. Sie geht hinter die trennenden innerprotestantischen Entwicklungen der Reformation auf «Los» zurück. Die 8. Vollversammlung der GEKE 2018 bilanziert: «Mit der Leuenberger Konkordie ist ‹Kirchengemeinschaft› zu einem Leitbegriff des ekklesiologischen und ökumenischen Selbstverständnisses der evangelischen Kirchen in Europa geworden.» Anhand von vier Themenbereichen werden Theorie und Praxis der europäischen Kirchengemeinschaft näher diskutiert:
1. das ekklesiologische Fundament gemäss der grundlegenden Leuenberger Texte;
2. die konfessionelle Diasporasituation des ost- und südeuropäischen Protestantismus;
3. die politischen Herausforderungen der Kirchen zwischen Zwei-Reiche-Lehre und Königsherrschaft Christi (Migration/Flüchtlinge) und
4. die Zukunftsperspektiven der Kirchengemeinschaft zwischen liberalem Pluralismus und neonationalem Konservativismus (Menschenrechte/Gender).
Ziele
Der Kurs verfolgt drei Zielsetzungen:
1. Die Entwicklung der 50jährigen Kirchengemeinschaft wird nachgezeichnet.
2. Die Diskussion exemplarischer Dokumente vermittelt theologische Grundlagen und Positionen des europäischen Protestantismus.
3. Der Tragfähigkeit, den Potentialen und der Zukunftsfähigkeit der europäischen Kirchengemeinschaft wird anhand kontroverser Themen aus unterschiedlichen nationalkirchlichen Perspektiven vertieft nachgegangen.

Die Kursteilnehmenden lernen die Geschichte und Arbeit der GEKE kennen. Die Diskussion theologisch-ethischer Schwerpunkte der Kirchengemeinschaft wirft ein Licht auf die sowohl inner- als auch zwischenkirchlichen Fragmentierungstendenzen. Im Hintergrund steht die Frage nach den Möglichkeiten und Grenzen eines kirchlichen Gemeinschaftsverständnisses. Der Fokus auf die Frage der Verbindlichkeit von Kirchengemeinschaft reflektiert auch die Situation der evangelisch-reformierten Kirchen der Schweiz, die ihre Struktur an dem GEKE-Modell orientieren.
Eckdaten
Bezeichnung
Evangelisch in Europa
Kursbezeichnung
23-3-02
Daten
So, 27. August (18.00 Uhr) – Fr, 1. September 2023 (09.00 Uhr)
Dauer
6 Tage
Kosten
CHF 1735 (Kurskosten CHF 1040, Unterkunft und Verpflegung CHF 625, AKV CHF 70; Reise individuell; subventionierter Preis, vgl. AGB)
Anmeldeschluss
31. Dezember 2022
Ort
Kardinal König Haus, Kardinal-König-Platz 3, A-Wien
Detail-Informationen
Zielgruppe
Pfarrer:innen, weitere Interessierte
Handlungsfeld
Handlungsfeld - Fachübergreifende Kompetenzen
Schwerpunkt
Kirchliche Verantwortung in der Gesellschaft
Kompetenzen
Glaubwürdig leben – Leben aus dem Evangelium
Glaubwürdig leben – Berufsidentität
Lösungen entwickeln – Hermeneutische Reflexion
Lösungen entwickeln – Kreativität
Beziehungen gestalten – Beziehung und Empathie
Beziehungen gestalten – Team- und Konfliktmanagement
Einfluss nehmen – Kommunikation
Leitung

Pfr. Bernd Berger, Leiter Weiterbildung pwb

Referierende

Pfr. Dr. theol. Martin Hirzel, Leiter Fachstelle Personalentwicklung Pfarrschaft, Reformierte Kirchen Bern-Jura-Solothurn

Prof. Dr. theol. Frank Mathwig, Beauftragter für Theologie und Ethik, Evangelisch-reformierte Kirche Schweiz

Qualifikation
Weiterbildung
Lehrmethode
Präsenzunterricht
Lehrmittel
Textmaterial wird in einem Reader zusammengestellt und den Teilnehmenden im Vorfeld zur Verfügung gestellt.
Kontakt
Kontakt
Barbara Bays, pwb
T +41 31 340 26 41
Kontakt E-Mail