Wie werden altbekannte Kasualien in neuer Form gefeiert? Wie können neue Kasualien Erfahrungen in Lebensübergangen heilsam aufnehmen? Beides hat Potenzial für Gemeindeaufbau! Seelsorgliche Begleitung und liturgische Gestaltung sind auf jeden Fall herausfordernd, die Beschäftigung und der Austausch mit Kasualien eine Chance.
Inhalte
Die Kasualien können die Gemeindearbeit belasten. Wenn es zu viel wird, greift man zum Bewährten. Kasualien können die Arbeit auch beleben. Wenn neue Menschen auftauchen oder Lebenssituationen im Licht des Evangeliums einen Glanz bekommen und in ihrer Tiefe erfahren werden. Zum Beispiel, wenn bei Bestattungen, Taufen oder Hochzeiten ungewohntes versucht wird – oder wenn neue Kasualien erprobt werden.
Ein besonderes Augenmerk gilt der «Goldenen Konfirmation», weil sich an diesem Beispiel die Chancen der Bearbeitung der kirchlichen Biografie und der seelsorglichen Begleitung in der Lebensphase des dritten und vierten Alters anbieten. Ein weites Feld sind auch neue Ritualformen im Bereich der Bestattungen. Wie weit soll/darf die reformierte Kirche sich den Wünschen am Rand der Tradition anpassen?
Ziele
Der Kurs bietet Gelegenheit, sich über Erprobtes und Gewagtes in der eigenen Kasualpraxis auszutauschen, den Stand der Theoriediskussion zu erfahren und an ausgewählten Fällen in die Tiefe zu gehen. Die Kasualpraxis ist eine Art Aushängeschild der Volkskirche. Die Reflexion der eigenen Praxis kann durch das Beispiel neuer Kasualien und frische Formen der klassischen Gelegenheiten produktiv «provoziert» (Wagner-Rau/Handke) werden. Dabei kommen alle Dimensionen zur Sprache: die seelsorgliche Begleitung, die liturgische Gestaltung und die homiletische Herausforderung, das passende Wort zur Situation zu finden. Die Teilnehmenden werden ermutigt, ihre Taufen, Konfirmationen, Hochzeiten und Bestattungen (auch) als Experimentierfeld zu sehen und da und dort eine «fresh expression» zu wagen.
Eckdaten
Bezeichnung
Kasualpraxis als Chance der Erneuerung. Neue Fälle für alte Themen und alte Fälle in neuem Gewand
Kursbezeichnung
22-8-05
Daten
Sa, 27. August und So, 28. August 2022 in Wildhaus
Seminartag online nach Vereinbarung
Tagung Sa, 5. November 2022, Zürich
Dauer
4 Tage
Kosten
CHF 1049 (Kursgeld CHF 800, Unterkunft/ Verpflegung CHF 200, AKV CHF 49). WeA-Pfarrpersonen: abzügl. Konkordats-/Refbejuso-Beitrag.
Anmeldeschluss
31. Juli 2022
Ort
Haus Bodenweidli in Wildhaus, Theologisches Seminar in Zürich
Detail-Informationen
Zielgruppe
Pfarrer*innen und WeA-Pfarrer*innen
Handlungsfeld
Handlungsfeld - Verkündigung und Gottesdienst
WeA - Verkündigung und Gottesdienst
WeA - WeA anerkannte Weiterbildung
Schwerpunkt
Kasualien und Rituale
Kompetenzen
Lösungen entwickeln – Hermeneutische Reflexion
Lösungen entwickeln – Kreativität
Beziehungen gestalten – Team- und Konfliktmanagement
Einfluss nehmen – Auftritt und Repräsentation
Einfluss nehmen – Kommunikation
Leitung

PD Dörte Gebhard, Pfarrerin in Schöftland, Dozentin an der Universität Zürich, Leitung

Prof. Ralph Kunz, Dozent an der Universität Zürich, Leitung

Qualifikation
Weiterbildung
Lehrmethode
Präsenzunterricht
Lehrmittel
Isolde Karle, Praktische Theologie, Leipzig 2020; Ulrike Wagner-Rau/Emilia Handke, Provozierte Kasualpraxis.
Rituale in Bewegung, Stuttgart 2019.
Kontakt
Kontakt
Béatrice Schaffner
A+W, T +41 44 258 92 50