Zusammen mit deutschen Pfarrer*innen und Studierenden lernen Sie den Reichtum der orthodoxen Spiritualität und Theologie kennen und erleben in dem einzigartigen Kontext von Siebenbürgen das Zusammenleben der Konfessionen.
Inhalte
Die Geschichte und Vielfalt der Konfessionen in Siebenbürgen ist europaweit einzigartig. Seit dem Toleranzbeschluss von Thorenburg im Jahr 1568 gab es auf dem gleichen Territorium vier «anerkannte» und eine «geduldete» Konfession nebeneinander; dazu gehörten auch die sonst überall verfolgten Unitarier. Seit dem 17. Jh. wurde die Situation noch vielfältiger, aber auch komplexer, einerseits duch die Union von Teilen der orthodoxen Kirche mit Rom, andererseits durch das Wachstum von jüngeren protestantischen Kirchen. Für den Dialog zwischen den reformatorischen Kirchen und der Orthodoxie bietet Siebenbürgen besonders fruchtbare Möglichkeiten. Ein gemeinsamer geografischer Raum und eine bewegte Geschichte verbinden diese beiden Konfessionsfamilien miteinander, wie es anderswo kaum der Fall ist. Das Zusammenleben verschiedener Völker und Sprachen hat eine offene Mentalität geprägt. Die Vielfalt widerspiegelt sich auch in einem reichen kulturellen Erbe. Von hohem Wert sind die orthodoxen Klöster und die evangelischen Kirchenburgen.
Ziele
Die Teilnehmenden werden eingeführt in die orthodoxe Spiritualität und Theologie und erleben die reiche Liturgie und Ikonografie.
Sie erfahren auf dem Hintergrund der Kirchengeschichte Siebenbürgens die besonderen Lebensbedingungen der lutherischen und reformierten Kirchen und erleben das Zusammenleben der historischen und der jüngeren evangelischen Kirchen.
Neben den klassischen akademischen Lernformen (Vorlesungen, Seminare, Übungen) werden Einblicke in die kirchliche Praxis ermöglicht sowie kulturelle Führungen und Ausflüge durchgeführt (Moldauklöster, Kirchenburgen u.a.)
Ablauf
Fast alle Veranstaltungen werden speziell für das Ökumene-Semester konzipiert. Die Lehrkräfte sind Professoren der orthodoxen und der evangelischen Theologie aus Hermannstadt und Gastprofessoren aus Rumänien und aus dem Ausland.
Eckdaten
Bezeichnung
Ökumene-Semester Hermannstadt
Kursbezeichnung
22-2-59
Daten
Mo, 1. März – Mi, 30. Juni 2022
Dauer
120 Tage
Kosten
Kursgeld: 300 Euro
Unterkunft: 200–600 Euro für das Semester
Anmeldeschluss
15. November 2021
Ort
Hermannstadt (rumänisch Sibiu) ist der Hauptort Siebenbürgens und war bis Ende der 1930er-Jahre mehrheitlich von deutschstämmigen Sachsen bewohnt. Die 450 Jahre alte Toleranztradition Siebenbürgens macht die Region hervorragend geeignet für die Begegnung mit verschiedenen Konfessionen in ihrem Zusammenleben.
Detail-Informationen
Zielgruppe
Pfarrer:innen
Handlungsfeld
Handlungsfeld - Fachübergreifende Kompetenzen
Kompetenzen
Glaubwürdig leben – Leben aus dem Evangelium
Lösungen entwickeln – Hermeneutische Reflexion
Beziehungen gestalten – Beziehung und Empathie
Beziehungen gestalten – Team- und Konfliktmanagement
Einfluss nehmen – Kommunikation
Leitung

Prof. Dr. Stefan Tobler stammt ursprünglich aus St. Gallen.

Qualifikation
Weiterbildung
Kontakt
Kontakt
Prof. Dr. Stefan Tobler, stefan.tobler@ev-theol.ro, Tel. +40 745 196 266
Kontakt E-Mail
Anmerkung
Kooperation: Institut für Ökumenische Forschung Hermannstadt

Trotz Corona empfehlen wir, die eigene Weiterbildung zu planen und sich rechtzeitig anzumelden. Falls der Kurs wegen Einschränkungen durch Corona nicht wie geplant durchgeführt werden kann, werden wir das Kursformat so anpassen, dass der Kurs teilweise oder ganz digital stattfindet oder ganz oder teilweise auf einen späteren Zeitpunkt verschoben wird. Wir werden Sie rechtzeitig über Änderungen informieren. Falls angemeldete Personen nicht am Kurs, in dem neu konzipierten Format, teilnehmen möchten, können sie sich innerhalb von vier Tagen nach Bekanntgabe der Anpassung ohne Kostenfolge abmelden.