Ein Abend, der Kirchenmusiker:innen und Pfarrer:innen ins Gespräch bringt. Weil das Gelingen dieses Dialogs entscheidend ist für die Freude der feiernden Gemeinde am Gottesdienst. Was brauchen wir voneinander, was schätzen wir aneinander? Wie stellen wir uns eine gute Zusammenarbeit vor?
Inhalte
Wie würden wir das Zusammenspiel von Pfarrer:in und Kirchenmusiker:in im Gottesdienst beschreiben? Gängige Formulierungen wie «Die Pfarrerin hält den Gottesdienst und der Organist begleitet die (von der Pfarrerin ausgewählten) Lieder und hat ein Eingangs-, Zwischen- und Ausgangsspiel» verleiten zu einer problematischen Arbeitsteilung, bei der die Gefahr besteht, dass Wort und Musik im Gottesdienst auseinanderfallen und das Pfarramt die Hauptrolle und die Kirchenmusik eine rein dienende Rolle hat – was durchaus dazu führen kann, dass die Instrumentalteile zu einer Gelegenheit werden, wo die Kirchenmusik dann doch noch eine Hauptrolle spielen und ihr Können zeigen kann, aber diese Orgelkunstwerke dann wenig Bezug zum konkreten Gottesdienst haben.

Wenn wir von der Vorstellung ausgehen, dass Pfarrer:in und Kirchenmusiker:in den Gottesdienst miteinander gestalten, braucht es einen Dialog. Was können wir voneinander realistisch erwarten? Nicht jede Kirchenmusikerin kann einfach über ein Thema improvisieren und nicht jede Pfarrerin kann die Singbarkeit von Liedern oder die Eignung von Orgelwerken für den Gottesdienst beurteilen. Wie können wir die Kompetenzen aber auch die Grenzen des Gegenübers ernstnehmen? Auch ganz praktische Fragen sind zu klären: Wie stellen wir uns den zeitlichen Ablauf der gegenseitigen Information vor? Wo braucht es lediglich Information, wo Diskussion? Wählt der Pfarrer allein die Lieder aus oder der Kirchenmusiker oder beide im Dialog? Was muss die Kirchenmusikerin bezüglich Predigttext, Kerngedanken der Predigt, Gestimmtheit des ganzen Gottesdienstes wissen, um ein gutes Zusammenspiel gewährleisten zu können? Und wann muss sie das wissen? Welche Informationen braucht die Pfarrerin zu den Orgelstücken und wie lassen sich Verbindungen von Wort und Musik gestalten und hörbar machen? Wieviel Dialog ist überhaupt gewünscht und realistisch (angesichts der Überlastung des Pfarramts und der bescheidenen Honoraransätze vieler Kirchenmusiker:innen)? Hat der Organist die Bereitschaft und Kompetenz, auch Kantorenaufgaben zu übernehmen und z.B. ein Lied mit der Gemeinde einzuüben oder einen Kanon gut anzuleiten? Oder gibt es andere, die das können – Gemeindeglieder, Pfarrer:innen, Mitarbeitende?

Der Doppelpunkt : vom 28. Februar 2022 bietet Kirchenmusiker:innen und Pfarrer:innen die Gelegenheit, über diese und ähnliche Fragen ins Gespräch zu kommen – inspiriert durch einen kurzen Input von David Plüss und eine Response von Sara Brunner.

Im Anschluss laden wir ein zum geselligen Austausch bei einem Apéro (sofern es die Pandemiesituation erlaubt).
Eckdaten
Bezeichnung
Doppelpunkt : «Zwischen Kanzel und Orgelbank. Eine Einladung zum Dialog»
Kursbezeichnung
22-3-14
Daten
Mo, 28. Februar 2022 von 17.00 - 20.00 Uhr
anschliessend Apero riche (falls möglich)
Zeiten
17.00 - 20.00 Uhr
Kosten
CHF 20 (inkl. Apero riche)
Anmeldeschluss
25. Februar 2022
Ort
Haus der Kirche, Altenbergstrasse 66, 3013 Bern
Detail-Informationen
Zielgruppe
Pfarrer:innen
Pfarrer:innen erste Amtsjahre
Kirchenmusiker:innen
Interessierte
Handlungsfeld
Handlungsfeld - Verkündigung und Gottesdienst
Leitung

Dr. Christine Oefele, Beauftragte für Gottesdienst und Kirchenmusik, Reformierte Kirchen Bern-Jura-Solothurn; Dozentin für Hymnologie/Liturgik, Hochschule der Künste Bern
Pfr. Bernd Berger, Leiter pwb

Referierende

Input: Prof. Dr. David Plüss, Uni Bern

Response: Sarah Brunner, Organistin, Petruskirche Bern

Lehrmethode
Präsenzunterricht
Kontakt
Kontakt
Barbara Bays, pwb
T +41 31 340 26 41
Kontakt E-Mail
Anmerkung
Gemäss Verordnung des Bundesrates vom 17.12.2021 gilt für alle Weiterbildungsveranstaltungen die Zertifikats- (2G) und die Maskenpflicht, unabhängig von der Teilnehmerzahl.