Der Beruf des Pfarrers oder der Pfarrerin ist in der Reformierten Kirche ein unglaublich vielseitiger und spannender Beruf. Kernaufgabe eines Pfarrers oder einer Pfarrerin ist die Interpretation von biblisch-christlicher Tradition in jeweils lebensgeschichtliche Kontexte. Auf der einen Seite intellektuell anspruchsvoll, weil es gilt, anhand biblischer und theologischer Erkenntnisse das Leben, die Welt, die Liebe, die Hoffnung und das Vertrauen zu deuten. Es geht dabei immer um existentielle Fragen von Menschen. Auf der anderen Seite sind ausgeprägte kommunikative und soziale Fähigkeiten notwendig, um sich Menschen unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher sozialer Herkunft zuwenden und sich ihnen annehmen zu können. Es geht darum, Anwalt oder Anwältin der Vielfalt zu sein. Vielfalt der Menschen und ihrer Glaubenswege. Im Pfarrberuf ist das Ziel, die kreative, plurale Dynamik des göttlichen Geistes wahrzunehmen und dafür Raum zu geben. Das erzeugt sehr unterschiedliche Formen und Orte von Kirche. Die Vielfalt wird zum Kennzeichen diese Berufes. 

Der Pfarrberuf ist im Wandel. Er hat sich ausdifferenziert. Das klassische Einzelpfarramt wird seltener, die Arbeit im Team wichtiger. Längst nicht mehr jede:r Pfarrer:in wohnt in der Gemeinde, in der er oder sie arbeitet, und immer mehr von ihnen arbeiten Teilzeit. Die Zahl von Spezialpfarrämtern (Spital, Schulen, Gefängnis u.a.) nimmt zu. Es braucht für diese Aufgaben vielfältige Menschen.

Bereits heute fehlen den reformierten Kirchen der Deutschschweiz Pfarrer:innen. Dieser Mangel wird sich aufgrund einer Pensionierungswelle in den nächsten 6 bis 12 Jahren massiv verstärken. Die Berufsaussichten für angehende Pfarrer:innen sind entsprechend attraktiv.

Die Arbeitsstelle für die Ausbildung der Pfarrer:innen berät Menschen, die sich für den Pfarrberuf interessieren. Bitte nehmen Sie mit uns Kontakt auf.